AKW Belene 1

Kein Geld der Banken für das AKW Belene

Protest war erfolgreich! Banken geben den Protesten von Bürgern und Kunden nach


Am 20. Oktober 2006 wurde klar, dass alle Banken ihre Finanzierungspläne bezüglich dem Risiko-Atomkraftwerk Belene aufgegeben haben. Das ist ein großer Erfolg! Die HypoVereinsbank stieg als letzte Bank aus dem Geschäft aus, behielt sich jedoch vor, an möglichen Folgeprojekten teilzunehmen.

Der Protest gegen den geplanten Bau eines neuen Atommeilers in Belene in Bulgarien war international und bürgernah durch alle sozialen Schichten.


projekt21plus koordinierte die vielfältigen Aktionen in München. Mit dabei waren die Bürger gegen Atomreaktor Garching, die Grünen aus dem bayerischen Landtag , Greenpeace, Green City, Mütter gegen Atomkraft, projekt21plus, Robin Wood, Umweltinstitut München und Women for a common Europe.

Initiatoren der Aktion war die NGO Urgewald e.V..

Der bulgarische Staat hatte Kredite bei mehreren großen deutschen Banken angefragt, um ein umstrittenes und veraltetes Atomkraftwerk in der Stadt Belene in Bulgarien zu realisieren.

Neben einer sehr erfolgreichen Postkartenaktion wurden E-Mails versendet und Unterschriften gesammelt. Gemeinsam besuchten die Organisationen die verschiedenen Aktionärsversammlungen der Bankenhäuser. Ein Kreditinstitut nach dem anderen verabschiedete sich.

Nach einem internationalen Protesttag am 13. Oktober und kurz vor der geplanten internationalen Aktionswoche vom 23.-27. Oktober 2006 gaben auch die Deutsche Bank und die HypoVereinsbank auf und traten von dem Geschäft zurück.

Leider bedeutete das für die HypoVereinsbank „keinen grundsätzlichen Ausstieg aus der Finanzierung von Atomkraft“, wie sie in dem Fax an Urgewald schrieben. Aus diesem Grund übergab Trudel Meier-Staude von projekt21plus im Namen vieler Münchner Umweltgruppen einen offenen Brief an den HVB-Vorstand Profumo, vertreten durch Herrn Löbbert (Direktor des Corporate Social Reibility Management).

Mehr Informationen:

Trotz hoher Sicherheitsbedenken gingen mehrere Banken auf die Anfrage des bulgarischen Staates ein, das umstrittene Atomkraftwerk Belene in Bulgarien zu finanzieren.
Laut bulgarischen und russischen Zeitungsberichten hatte sich die bulgarische Regierung entschieden, das Kraftwerk vom russischen Kraftwerksbauer Atomstroyexport realisieren zu lassen, der mit der deutsch-französischen Areva NP (34% Siemens) ein Konsortium bildet. Vor der Zusage ließ die bulgarische Regierung das Angebot aber erst noch preislich nach unten korrigieren. Dies hatte zur Folge, dass die Leistungen nun deutlich geringer und die Bauzeit um einige Jahre verkürzt wurden.
„Das sind beunruhigende Entwicklungen“ meint Helga Wodaschik von den Müttern gegen Atomkraft. Denn dieses „schneller“ in der Bauzeit wird die Sicherheitsprobleme noch verschärfen.
Auch in München schlossen sich deshalb Umweltorganisationen zusammen, um gemeinsam gegen diese Pläne anzutreten und gewannen!